Christchindlimärt im Rathausdurchgang - eine wechselvolle Geschichte

Anfangs der 70iger Jahre wurde zum erstenmal ein Christchindlimärt durchgeführt. Dieser Markt wurde bis 1999 von der Vereinigung «Junge Altstadt» organisiert. Nach der Absage im Jahr 2000 nahm eine Ausstellerin das Heft in die Hand und organisierte den vorweihnachtlichen Markt nach einjähriger Pause. Eine Tradition wurde fortgesetzt. Viele der heutigen Teilnehmer sind seit dieser Zeit dabei.

Im Sommer 2013 stand mit dem Wegfall des Durchgangs als Ausstellungsfläche der Markt wiederum vor dem Aus. Eine Erhöhung der Marktgebühren und die Ausladung von diversen Ausstellern schreckte den Organisator von der neuerlichen Durchführung auf der kleineren Fläche ab. Nach kurzer Zeit war aber klar: der Markt würde weiter bestehen. Fünf Kunsthandwerkerinnen taten sich zusammen und nach Abklärung mit der Stadt und einer neuen Standaufteilung finden nun 23 Marktstände in der Halle Platz. Das heutige Organisationsteam besteht aus Monika Bänziger, Claudia Groth, Lotti Kneubühler-Mondgenast, Regina Schilling und Sonja Verlodt. Wir fünf hoffen, dass wir diesen Traditionsanlass noch lange organisieren dürfen.

Impressionen 2014

Impressionen 2013

Das Rathaus und sein Durchgang

Zum ersten Mal wurde das Rathaus 1423 erwähnt und kurze Zeit später umgebaut. Das Rathaus war zu dieser Zeit ein zweigeteiltes Gebäude. Im vorderen Teil wurde ein Kornmarkt eingerichtet. In den oberen Geschossen zog der Stadtrat und das Stadtgericht ein. In der Folgezeit wurde mehrmals renoviert und auch die Räume wurden umgenutzt.

Der umfassendste Umbau fand zwischen den Jahren 1782 und 1785 statt. Im Erdgeschoss des Durchgangs wurden rechts und links Ladengeschäfte eingerichtet. Bilder aus dem 19. Jahrhundert zeigen das Rathaus mit einem schmiedeeisernen Gittertor und Fensterfronten im rechten und linken Bogen. Zwischen 1968 und 1970 wurde das Rathaus nochmals renoviert. Die Ladenzeilen im vorderen Teil wurden entfernt und die heutige grosse Halle mit den Malereien und Stukkaturen an der Decke entstand.

Der Peterhanskeller

Das Haus "Zur Hoffnung" an der Marktgasse 24/Stadthausstrasse 61, i. und heutige Schuhhaus Peterhans st im 16. Jhdt gebaut worden. Hinter den klassizistischen Fassaden haben sich Rokoko-Intérieurs aus der Umbauzeit von ca. 1771 erhalten. Diese umfassen ganze Zimmerausstattungen mit Parkettböden, Täfer, Stuckdecken und Kachelöfen.

Das Schuhaus Peterhans hat eine lange Geschichte. Ein Ahne der Peterhans-Familie namens Bianzano hatte 1879 das bestehende Schuhhaus Walser übenommen. 1911 ging das Geschäft an Frau Berta Peterhans-Bianzano über. 1927 wurde das Haus zur Hoffnung an der Marktgasse 24 zusammen mit dem Hinterhaus Stadthausstrasse 61 erworben. Durch einen umfassenden Um- und Ausbau wurden zweckmässige Räume für ein modernes Schuhgeschäft geschaffen. Dabei wurde aber das Haus aus dem 16. Jhdt. hinter klassizistischen Fassaden und einem reichen Rokoko-Intérieurs keineswegs beschädigt, sondern restauriert und gepflegt.